KWK-Gesetz 2017

Endlich: Bundestag und Bundesrat haben am 16. und 17. Dezember die Novellierung des KWK-Gesetzes beschlossen. Das KWK-Gesetz 2017, auch KWKG genannt, hat eine lange Vorgeschichte. Eigentlich sollte es schon seit dem 1. Januar 2016 gelten. Aber es dauerte beinah ein Jahr, bevor sich die Bundesregierung endlich mit der EU hierüber einigen konnte. Neu ist, dass die Förderung von KWK-Anlagen wie Blockheizkraftwerken zwischen 1 und 50 Megawatt elektrischer Leistung ab 2017 auf ein Ausschreibungsverfahren umgestellt wird. Kleinere BHKW bis 1 MW elektrischer Leistung können auch 2017 weiterhin mit festen Fördersätzen rechnen.

Was ist das KWK-Gesetz 2017?

Das KWK-Gesetz hat eine ansehnliche Vorgeschichte. Die erste Fassung dieses Gesetzes – umschrieben als Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung – trat am 1. April 2002 in Kraft. Danach folgten Novellierungen in den Jahren 2009 und 2012. Das neueste KWK-Gesetz, das nun in Kraft tritt, hat zum Ziel die Nettostromerzeugung aus KWK-Anlagen auf 110 Terrawattstunden bis zum Jahr 2020 zu erhöhen, und auf 120 Terrawattstunden bis zum Jahr 2025. Hauptmotivation hierfür sind nach wie vor Energieeinsparung sowie der Umwelt- und Klimaschutz.

Was regelt das KWK-Gesetz 2017?

Das neue KWK-Gesetz regelt die Abnahme von KWK-Strom aus BHKW-Anlagen, die Zahlung von Zuschlägen durch den Netzbetreiber sowie die Vergütung für KWK-Strom aus bestehenden, neuen und modernisierten BHKW. Außerdem wird hiermit die Zahlung von Zuschlägen geregelt, die die Übertragungsnetzbetreiber für den Neubau und Ausbau von Wärme- und Kältenetzen sowie Wärme- und Kältespeicher entrichten müssen. Und schließlich regelt das neue KWK-Gesetz die Umlage der Kosten für die Förderung hocheffizienter KWK-Anlagen wie Blockheizkraftwerke, sowie die KWK-Peripherie (Netze und Speicher).

Ausschreibung und Mindestanforderung

Es gibt zwei wichtige Punkte zum neuen KWK-Gesetz zu nennen. Das neue KWK-Gesetz 2017 beinhaltet eine Ausschreibungspflicht für KWK-Anlagen im Leistungsbereich von 1 bis 50 Megawatt. Auβerdem sah der Gesetzesentwurf ursprünglich vor, dass nur KWK- Anlagen gefördert werden, die ihre Stromeinspeisung auf Anforderung des Netzbetreibers umgehend reduzieren und zugleich die Wärmeversorgung aufrechterhalten können. Diese „technischen Mindestanforderung“ wurde jedoch nun aus dem KWK-Gesetz 2017 gestrichen.

Was bedeutet das KWK-Gesetz 2017 für Ihr BHKW?

Die zahlreichen Änderungen im Laufe der Jahre machen das KWK-Gesetz für viele zu einem unübersichtlichen Paragraphendschungel. Hat das Gesetz nun Folgen für Ihr bestehendes oder geplantes BHKW? Wie steht es mit der Förderung und der KWK-Umlage? Möchten Sie lieber konkrete Informationen, die auf Ihre persönliche Situation zugeschnitten sind? Lassen Sie sich dann individuell zu diesem Thema beraten.

Mehr erfahren zum Thema KWK-Gesetz 2017

Möchten Sie mehr erfahren zum Thema KWK-Gesetz 2017, über die Wirtschaftlichkeit eines Blockheizkraftwerks oder die Möglichkeiten für Fördermittel? Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf, wir freuen uns auf Ihre Anfrage.